Titel Qualitätssicherung

Qualitätssicherung

1. Voraussetzungen

Die Mobile Spielaktion befindet sich in einem umfangreichen, zweiteiligen Prozess der Qualitätsentwicklung. Die erste Phase befasste sich dabei mit einer grundlegenden Prüfung der Angebote, ihrer Standards und Zielgruppen. Die zweite Phase wird die angestrebte Umsetzung der Erkenntnisse und eine Präzisierung der Zielsetzung auf die folgenden Jahre als wesentlichen Inhalt haben.
Die Ergebnisse der ersten Phase wurden bereits im Rahmen der Tagung im November 2000 im Bildungszentrum Schloss Flehingen vorgestellt. Die zweite Phase baut auf diesem Gerüst auf. These dabei: "Keine Qualitätsentwicklung und erst recht keine Qualitätssicherung ohne konzeptionelle Grundlage".

Der gesetzliche Auftrag, der Auftrag des Trägers, die konzeptionellen Grundlagen der Mobilen Spielaktion (beschrieben, siehe Internet) und die jeweiligen Arbeitsplatzbeschreibungen müssen in aktueller Form vorliegen.

Die Konzeption und daraus folgend die Arbeitsplatzbeschreibungen werden einer erneuten generellen Befragung unterzogen.

Die notwendigen Gewichtungen werden -in Verbindung zu der Gesamtzielsetzung- herausgearbeitet.

Ausgehend von den "Leitzielen" werden alle Angebote( Produkte) systematisch konkretisiert und mit Indikatoren versehen, die eine Zielerreichung nachweisen.

Zur Verstetigung der Qualitätsentwicklung soll eine Qualitätszirkel eingerichtet werden, der alle relevanten Zielgruppen innerhalb und außerhalb der Organisation mit einbezieht.


2. Zielsetzung des Qualitätsentwicklungs- und Qualitätssicherungsprozesses

Die Qualitätsentwicklung ist ausgehend von der konzeptionellen Grundlegung der ersten Phase durch ein Schritteprogramm gekennzeichnet. Dieses soll dazu dienen, den in ersten Phase bereits angestoßenen konzeptionellen Entwicklungsprozess noch zu verdichten und eine Positionierung der qualitativ präzisierten Angebote der Mobilen Spielaktion zu erreichen.
 


3. "In sieben Schritten zum Ziel"

Schritt 1: Bestandsaufnahme

Auf der Grundlage der Konzeption werden die verschiedenen Angebote der Mobilen Spielaktion durch die Entwicklung von Fragestellungen auf ihre zeitgemäße Relevanz überprüft. Am Anfang gilt es nur Fragen zu stellen. Alles soll befragt werden. Nichts muss so sein wie es ist. Es ist dabei wichtig sich der Antworten auf die Fragestellungen zu enthalten. Sie müssen geordnet werden, aber nicht gelöst.

Schritt 2: Entwicklung und Präzisierung der Angebote

Die einzelnen Angebote werden mit Hilfe der entwickelten Anfragen an die Angebote weiterentwickelt und noch präziser als in der Vergangenheit formuliert. Es geht darum, die Fragen auf Kernfragen zu reduzieren und diese in einen geschichtlichen Zusammenhang zu bringen. Wo kommen die derzeitigen Formen der Arbeit her? Wo geht der Weg hin? Was sagen die Auftraggeber? Und was kommt an Botschaften von den Kunden/ Kindern/ Eltern...

Schritt 3: Entwicklung von Zielsetzungen

Für alle Angebote werden Zielsetzungen für das kommende Jahr sowie zum Teil mittelfristig entwickelt. Kernfragen führen zu Zielsetzungen. Welche Ziele sollen verfolgt werden. Wie formuliert die Gruppe eine klare Zielsetzung für die einzelnen Angebote. Werden diese Ziele verstanden? Woran wird erkannt, dass die Ziele erreicht werden?

Schritt 4: Entwicklung eines Leitziels

Durch die Ausformulierung eines Leitzieles für die Mobile Spielaktion wird ein Korrektiv bezüglich einzelner Vorhaben eingeführt und immer wieder als Ausrichtungsinstrument genutzt. Das Leitziel fungiert wie eine Lampe auf dem Weg des Teams. Ist eine Fragestellung oder ein Vorschlag nicht klar kann mit Hilfe des Leitziel überprüft werden, ob die Richtung stimmt. Das Leitziel ist intern für die MitarbeiterInnen formuliert.

Schritt 5: Bestimmung von Indikatoren der Zielerreichung

Die entwickelten Zielsetzungen für die Einzelangebote und das Gesamtangebot werden durch Indikatoren der Zielerreichung mit festen Messgrößen ergänzt. Messgrößen geben Anhaltspunkte für die Qualität der Umsetzung der geplanten Vorhaben. Bei der Entwicklung dieser Messgrößen klärt sich unter den Beteiligten die Ausrichtung des "Unternehmens".

Schritt 6: Ein Maßnahmen- und Umsetzungsplan wird erarbeitet.

Dieser Planungsschritt ist eingeübt und allen bekannt. Zentrale Fragestellung dabei ist das Verantwortungsgefühl des Einzelnen für seine Aufgabenbereiche aber auch für das gesammte "Unternehmen".

Schritt 7: Qualitätssicherung und - kontrolle

Vereinbarungen bezüglich des Berichtswesens und die Einrichtung eines Qualitätszirkels zur Qualitätssicherung, -entwicklung und -kontrolle wird konzeptionell verankert und zur Verstetigung des Qualitätsentwicklungsprozesses genutzt. Mein Vorschlag zur Qualitätssicherung ist die Einrichtung eines Qualitätzszirkels, der aus Personen der Kundengruppen besteht. Hier müssten also Eltern, Kinder, Mitarbeiter, Trägervertreter, Politik und Leitung einbezogen werden. Falls ein Busfahrer vorhanden ist, unbedingt auch dieser, da er über eine spezielle Wahrnehmung des "Unternehmens" verfügt. Das Berichtswesen muss sich nach den Geldgebern richten. Eine stetige bürgernahe Öffentlichkeitsarbeit gehört zur Pflicht. Es muss geklärt werden, was zu tun ist, um diese nicht als lästig zu empfinden. Die MitarbeiterInnen wären zu befragen.
 
Andreas Reuter, Projektbegleitung


Nach oben zum Seitenanfang